Kurz beantwortet
Häufig gestellte Fragen
Das Wichtigste zu Wochenbettbesuchen, Ablauf und Kosten. Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie mir.
Führen Sie körperliche Untersuchungen durch?
Ja – und zwar so, dass es sich für Sie stimmig anfühlt. Alles findet bei Ihnen zu Hause statt, in einem geschützten, intimen Rahmen. Untersucht wird bei der Mutter: Brust und Brustwarzen im Zusammenhang mit dem Stillen, die Kaiserschnittnaht, Geburtsverletzungen und die Dammnaht, die Rückbildung der Gebärmutter und der Wochenfluss. Beim Baby sind es Gewicht, Trinkverhalten, Nabel und Hautfarbe.
Diese Kontrollen sind kein Selbstzweck. Es gehört zu meiner Verantwortung als Hebamme, Auffälligkeiten früh zu erkennen – eine beginnende Brustentzündung, eine Wundheilungsstörung, eine Gebärmutter, die sich nicht richtig zurückbildet. Damit das gelingt, müssen gewisse Dinge sauber angeschaut werden.
Das Tempo bestimmen Sie. Ich sage vorher, was ich anschaue und warum. Wenn Ihnen etwas unangenehm ist, sagen Sie es – wir finden einen Weg, der für Sie stimmt.
Was sind Wochenbettbesuche und warum sind sie wichtig?
Wochenbettbesuche sind regelmässige Besuche einer Hebamme bei Ihnen zu Hause in den ersten Wochen nach der Geburt. Sie dienen dazu, die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mutter und Baby zu überprüfen, Fragen zu beantworten und Unterstützung beim Stillen und bei der Bewältigung des neuen Familienalltags zu bieten. So gelingt der Übergang in das Leben mit dem Neugeborenen sicher und positiv.
Wie häufig finden Wochenbettbesuche statt?
Die Häufigkeit hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. In den ersten Tagen nach der Geburt finden die Besuche in der Regel alle ein bis drei Tage statt. Danach werden sie meist auf wöchentliche oder zweiwöchentliche Termine reduziert. Die genaue Anzahl und Frequenz legen wir gemeinsam fest.
Was umfasst die Betreuung während der Wochenbettbesuche?
Ich kümmere mich um Ihre körperliche und emotionale Gesundheit: Allgemeinzustand, Heilungsprozess nach der Geburt, Rückbildung der Gebärmutter und Wochenfluss. Dazu kommen Unterstützung beim Stillen und bei der Ernährung Ihres Kindes, Fragen zur Babypflege, Tipps zum Umgang mit möglichen Beschwerden und Begleitung bei der Anpassung an die neue Rolle als Eltern.
Wie lange dauert ein Wochenbettbesuch?
Die Dauer kann variieren, in der Regel dauert ein Besuch etwa eine Stunde. Das gibt genügend Zeit für eine gründliche Untersuchung, für Ihre Fragen und für alle Anliegen, die Sie beschäftigen.
Wie vereinbare ich Wochenbettbesuche?
Nehmen Sie direkt Kontakt mit mir auf – in der Regel bereits während der Schwangerschaft, damit die Betreuung geplant werden kann. Es lohnt sich, früh anzufragen, damit ich zum gewünschten Zeitpunkt verfügbar bin.
Bitte beachten Sie: Ich bin zurzeit in Mutterschaft und nehme vorerst keine neuen Anmeldungen entgegen. Eine Kollegin in Ihrer Nähe finden Sie über die Hebammensuche.
Wer übernimmt die Kosten für Wochenbettbesuche?
In der Schweiz werden Wochenbettbesuche von der Krankenversicherung abgedeckt. Die Kosten für die Betreuung durch eine Hebamme während der Wochenbettzeit übernimmt die Grundversicherung, wobei die Franchise nicht zum Tragen kommt. Für Sie entstehen also keinerlei Kosten.
Was passiert, wenn ich nach den Wochenbettbesuchen weitere Unterstützung benötige?
Die Wochenbettbesuche sollen Ihnen einen guten Start ins Familienleben ermöglichen. Brauchen Sie danach zusätzliche Unterstützung, bin ich weiterhin für Sie da und vermittle Ihnen bei Bedarf weitere Ressourcen, Beratungsstellen oder Fachpersonen.
Kann ich Wochenbettbesuche auch bei einer Hausgeburt oder nach einem Kaiserschnitt in Anspruch nehmen?
Ja. Unabhängig von der Art der Geburt – Hausgeburt, Geburtshaus, Spital oder Kaiserschnitt – können Sie Wochenbettbesuche in Anspruch nehmen. Sie und Ihr Baby erhalten die Betreuung, die Sie für eine gute Erholung brauchen.
Wie sieht der Ablauf eines Wochenbettbesuches aus?
Der Ablauf variiert je nach Bedürfnissen der Familie, umfasst aber meist mehrere Teile. Zuerst schaue ich auf Ihre körperliche und emotionale Erholung nach der Geburt: Wohlbefinden, Wundheilung, Stillen oder Flaschenernährung und mögliche Beschwerden. Danach beurteile ich den Zustand des Babys, überwache Gewicht und Wachstum und unterstütze Sie bei Fragen zur Babypflege.
Ein wichtiger Teil ist die Unterstützung beim Stillen: korrekte Anlegetechnik, Erkennen von Stillproblemen und passende Lösungen. Wenn Sie sich für die Flaschenernährung entschieden haben, helfe ich bei der Zubereitung und bei Fragen zur Säuglingsnahrung.
Ausserdem bleibt Zeit für Ihre Fragen rund um Wochenbett und frühkindliche Entwicklung: Schlafgewohnheiten, Nabelpflege, Säuglingspflege, Rückbildung und vieles mehr.
Wann soll ich mich bei einer Hebamme melden?
Am besten drei bis vier Monate vor dem errechneten Termin. Freiberufliche Hebammen im Raum Zürich sind oft früh ausgebucht, und je nach Jahreszeit wird es eng. Melden Sie sich lieber zu früh als zu spät. Wenn ich keinen Platz mehr frei habe, erfahren Sie es so rechtzeitig, um eine andere Hebamme zu finden.
Was ist Pikettgeld und muss ich es selbst bezahlen?
Pikettgeld ist die Entschädigung dafür, dass ich für Sie in Bereitschaft stehe. In der Stadt Zürich wird es von der Stadt übernommen, und auch viele Gemeinden im Kanton kommen dafür auf. Für Sie entstehen dadurch in aller Regel keine Kosten. Bei der Anmeldung sage ich Ihnen, wie Ihre Gemeinde das handhabt.
Wie schnell nach der Geburt kommen Sie das erste Mal?
In der Regel am Tag Ihres Spitalaustritts oder am Tag danach. Manchmal gibt auch der Guthrie-Test den Takt vor, der in den ersten Lebenstagen gemacht werden muss – das koordinieren wir miteinander.
Was ist, wenn ich am Wochenende ein Problem habe?
Ich bin von Montag bis Sonntag erreichbar. Manchmal schlafe allerdings auch ich – für echte Notfälle in der Nacht gibt es die Notfallnummer des Kinderspitals, die Sie beim ersten Besuch von mir erhalten.
Brauche ich eine Anmeldung, auch wenn ich schon eine Spitalhebamme habe?
Ja. Die Spitalhebamme ist für Ihren Aufenthalt im Spital zuständig. Ich übernehme danach zu Hause und begleite Sie und Ihre Familie während der ersten acht Wochen nach der Geburt.
Kommen Sie auch, wenn ich nicht stille?
Ja, selbstverständlich. Ich komme wegen Ihnen und Ihrem Kind – nicht wegen einer bestimmten Ernährungsform. Auch ohne Stillen gibt es wichtige Dinge zu beachten, etwa den Milcheinschuss, das Abstillen oder die Flaschenernährung. Und ein grosser Teil der Besuche dreht sich ohnehin um Ihre Erholung und Ihr Wohlbefinden. Ich unterstütze jede Familie in ihrer Situation.
Was passiert bei einer Frühgeburt?
Genau gleich: Ich komme am Tag des Austritts oder am Tag danach. Muss Ihr Kind länger im Spital bleiben, kann eine Verlängerung der Hebammenbetreuung beantragt werden.
Was muss ich zu Hause bereithalten?
Das besprechen wir im Hebammenberatungsgespräch. So können Sie individuell das Richtige vorbereiten, statt einer Standardliste zu folgen.
In welchen Sprachen findet die Betreuung statt?
Auf Deutsch, fliessend auf Englisch und auf Malayalam. Gerade in den ersten Tagen nach der Geburt hilft es sehr, in der eigenen Sprache sprechen zu können – sagen Sie einfach, was Ihnen angenehmer ist.
Schreiben Sie mir
Gerne nehme ich Anmeldungen oder allfällige Fragen über das Kontaktformular entgegen. Bitte beachten Sie den Hinweis zur Mutterschaft.